Grundlagen
Die Bestandsverwaltung ermöglicht die Verwaltung und Überwachung der Lagerbestände im Unternehmen. Korrekte Bestände sind eine wichtige Voraussetzung für die Ermittlung des Materialbedarfs in der Beschaffung. Cultivia führt Bestände für folgende LagerobjekteEin Lagerobjekt ist ein bewirtschaftetes Produktionsmittel, dessen Bestand in Cultivia geführt wird. Mehr:
| Symbol | Lagerobjekt |
|---|---|
| Gebinde | |
| Substrate | |
| Produktzubehör | |
| Dünger | |
| Pflanzenschutzmittel |
Die Bestände von Lagerobjekten können manuell angepasst werden. Cultivia unterstützt zusätzlich eine automatische Bestandsanpassung. Jede LagerbewegungEine Lagerbewegung beschreibt eine Veränderung des Bestands eines Lagerobjekts. Jede Lagerbewegung ist entweder ein Eingang (Bestandszunahme) oder ein Ausgang (Bestandsabnahme) und wird mit Datum, Men... Mehr wird im Lagerjournal aufgezeichnet.
Sichtbarkeit von Lagerobjekten
In der Bestandsverwaltung werden alle aktiven Lagerobjekte angezeigt. Lagerobjekte, die in der Stammdatenverwaltung deaktiviert wurden, werden nur angezeigt, wenn ihr Bestand grösser als Null ist. Diese Objekte werden entsprechend gekennzeichnet. Sobald der Bestand eines deaktivierten Lagerobjekts auf Null sinkt, wird es in der Bestandsverwaltung nicht mehr angezeigt.
Manuelle Bestandsanpassung
Der Bestand eines Lagerobjekts kann jederzeit manuell angepasst werden. Eine manuelle Bestandsanpassung wird als Eingang (Bestandszunahme) oder Ausgang (Bestandsabnahme) gebucht und im Lagerjournal aufgezeichnet. Typische Anwendungsfälle sind Inventurkorrekturen oder die Erfassung von Verlusten.
Automatische Bestandsanpassung
Cultivia unterstützt eine automatische Anpassung der Lagerbestände durch definierte Auslöser. Jede automatische Bestandsanpassung erfolgt einmalig zum Zeitpunkt des auslösenden Ereignisses. Die automatische Bestandsanpassung wird durch Systemparameter gesteuert und kann nicht durch den Benutzer konfiguriert werden. Die aktuellen Einstellungen der automatischen Bestandsanpassung sind auf der Startseite der Lagerverwaltung einsichtbar.
Die folgenden Abschnitte beschreiben die Standardeinstellungen für die automatische Bestandsanpassung.
Automatische Eingänge
Bei der Erfassung einer Materiallieferung wird der Bestand des betroffenen Lagerobjekts automatisch erhöht.
Automatische Ausgänge
Die Bestände werden bei der Bestätigung der folgenden Arbeiten automatisch reduziert:
- Gebinde: TopfenEin Topfen ist eine satzbezogene Kulturarbeit, bei welcher die Artikel eines ganzen Satzes im Gebinde und Substrat gemäss Produktspezifikation getopft werden. Mehr und DirektaussaatDie Direktaussaat ist ein Spezialfall einer Aussaat, bei welcher das Saatgut nicht in ein temporäres Gebinde und Substrat gesät wird, sondern direkt in das finale Gebinde und Substrat gemäss Produktsp... Mehr. Der Verbrauch entspricht der bestätigten Artikelmenge.
- Substrat: NormalaussaatEine Normalaussaat ist eine Vorkulturarbeit, bei welcher Saatgut für eine bestimmte Pflanzensorte in einem temporären Aussaatgebinde und Substrat ausgesät werden. Mehr, Stecklingsvermehrung, Pikieren, Topfen, VortopfenDas Vortopfen ist eine satzbezogene Kulturarbeit und ein Spezialfall vom Topfen. Beim Vortopfen werden die Artikel eines Satzes in ein temporäres Gebinde und / oder Substrat getopft, welche noch nicht... Mehr und Direktaussaat. Der Verbrauch berechnet sich aus der bestätigten Artikelmenge und dem Gebindevolumen gemäss Stammdaten. Anpassungen beim Gebindevolumen in den Stammdaten haben keinen Einfluss auf vergangene Bestandsbuchungen.
- Kletterhilfen beim Produktzubehör: Beim ersten Aufbinden wird der Bestand aller Kletterhilfen eines Produkts reduziert. Der Verbrauch berechnet sich auf Grundlage der Zubehörzuordnung und Stückzahl am Produkt.
- DüngerEin Dünger ist ein handelsübliches Düngemittel eines Herstellers mit definierter Nährstoffzusammensetzung. Dünger bilden die Grundlage für die Zusammenstellung von Düngerrezepturen und damit für die c... Mehr: Eröffnung einer Düngercharge. Der Verbrauch pro Dünger bei der Chargenöffnung berechnet sich aus der Normmenge der Rezepturposition und der Chargenmenge.