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Auslastungsprognose

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Module: Produktionsplanung | Arbeitsverwaltung | Journal – ab: Version 2.2

Grundlagen

Zweck

Die Auslastungsprognose bildet die Grundlage zur Erkennung von freien Kapazitäten und Engpässen bei der kurz- und mittelfristigen Planung. Sie zeigt für einen Standort, wie sich die belegte Fläche in den kommenden Wochen durch geplante Arbeiten entwickelt und wie die Entwicklung der Auslastung im Vorjahr war.

Flächenwirksamkeit von Arbeiten

Die Auslastungsprognose berücksichtigt nur geplante Arbeiten, die flächenwirksam und noch nicht bestätigt sind. Der Bedarf ist die Fläche, die eine Arbeit am Zielstandort benötigt. Die Freigabe ist die Fläche, die am Quellstandort frei wird. Mit der Bestätigung der Arbeit erscheint die effektive Fläche am Zielstandort in der Standortauslastung als belegt.

ArbeitBedarfFreigabe
Normalaussaatjanein
Direktaussaatjanein
Steckenjanein
Pikierenjaja- Ausgesäte oder gesteckte Vorkulturpositionen
- Vorkulturpositionen bei wiederholtem Pikieren
Vortopfenjaja- Vorkulturpositionen von Sätzen mit Aussaat oder Stecken
- Kulturpositionen bei wiederholtem Vortopfen
Topfenjaja- Vorkulturpositionen von Sätzen mit Aussaat oder Stecken
- Kulturpositionen bei vorgetopften Sätzen
RückenjajaVerstellte resp. gerückte Kulturpositionen

Kennzahlen in der Auswertung

Zur besseren Einordnung der Auslastungsprognose werden zwei zusätzliche Werte berechnet: das Vorjahr als Vergleichswert und der Trend als zweiter Prognosewert. Beide stützen sich auf die historischen Auslastungsdaten des Standorts, die Cultivia automatisch speichert. Die Werte werden für jede Woche im betrachteten Zeitraum berechnet, sofern die historischen Daten dazu verfügbar sind.

Vorjahr

Das Vorjahr ist die tatsächliche Auslastung des Standorts in der entsprechenden Woche des Vorjahres. Es zeigt, wie voll der Standort zur gleichen Jahreszeit war.

  • Berechnungsbasis ist der höchste gespeicherte Stand der entsprechenden Vorjahreswoche.
  • Die Vergleichswoche wird über das Datum bestimmt und nicht über die Wochennummer. Nach einem Jahr mit 53 Kalenderwochen kann die Nummer deshalb um eins abweichen. Die verglichene Woche erscheint als Tooltip beim Wert.
  • Fehlen für eine Woche gespeicherte Daten, bleibt der Wert leer. Fehlen sie für den ganzen Zeitraum, wird das Vorjahr nicht angezeigt.

Trend

Der Trend ist die erwartete Auslastung, wenn sich der Standort so entwickelt, wie es für diese Jahreszeit üblich ist. Er beruht auf der belegten Fläche der Vergangenheit und berücksichtigt damit auch Veränderungen durch Warenausgänge. Die Auslastungsprognose zeigt dagegen nur Veränderungen durch geplante Arbeiten. Die beiden Werte beantworten deshalb verschiedene Fragen und sind nicht direkt vergleichbar: Liegt die Auslastungsprognose deutlich über dem Trend, sind für die kommenden Wochen vermutlich noch Warenausgänge zu erwarten. Liegt sie darunter, fehlen möglicherweise noch geplante Arbeiten.

  • Referenz: Als Vergleichsmassstab dient der typische Verlauf des Standorts. Er ist der Median der entsprechenden Wochen aus den vorhandenen Vorjahren, wobei nur eine begrenzte Anzahl zurückliegender Jahre berücksichtigt wird. Der Median wird anstelle des Durchschnitts verwendet, um den Einfluss einzelner extrem hoher oder tiefer Werte zu verringern. Liegt nur ein Vorjahr vor, ist die Referenz gleich dem Vorjahr. Jahre ohne Daten werden übersprungen.
  • Abweichung: Aus den letzten vollständigen Wochen wird bestimmt, wie weit die tatsächliche Auslastung im Mittel über oder unter der Referenz lag. Die aktuelle Woche zählt nicht, weil sie noch nicht abgeschlossen ist. Liegen zu wenige Wochen mit gespeicherten Daten vor, wird kein Trend berechnet.
  • Berechnung: Der Trend einer Woche ist die Referenz dieser Woche plus die Abweichung. Die Abweichung wird mit jeder Woche kleiner, weil sich der Standort mit der Zeit wieder dem üblichen Verlauf annähert. Je weiter eine Woche in der Zukunft liegt, desto näher liegt der Trend deshalb an der Referenz. Der Trend kann nicht unter 0 % fallen.
  • Fehlen die Daten für die Referenz oder die Abweichung, bleibt der Trend leer. Fehlen sie für den ganzen Zeitraum, wird er nicht angezeigt.
  • Mathematische Grundlage: Jahresverlauf aus dem Median der Vorjahre, ergänzt um eine gleitende mittlere Abweichung der jüngsten Wochen, die mit zunehmendem Abstand exponentiell abklingt (Dämpfung). Es handelt sich um ein einfaches Schätzverfahren und nicht um ein statistisches Modell mit Vertrauensbereich.

Auswertung

Der Zeitraum einer Auslastungsprognose beginnt mit der aktuellen Woche und reicht bis zur letzten Woche mit einer geplanten flächenwirksamen Arbeit am Standort. Er umfasst mindestens 10 und höchstens 52 Wochen. Arbeiten, die später als 52 Wochen anfallen, werden nicht berücksichtigt. Diese Grenzen sind fix konfiguriert und können in der Systemkonfiguration nicht angepasst werden.

Unbestätigte Arbeiten mit Plandatum vor der aktuellen Woche werden in der aktuellen Woche berücksichtigt und als «überfällig» gekennzeichnet.

Die Auswertung für den gewählten Standort besteht aus einem Diagramm und einer Tabelle.

Diagramm

Das Diagramm ist standardmässig eingeklappt. Es zeigt pro Kalenderwoche auf der primären Achse den Bedarf und die Freigabe als Säulen in m². Die prozentuale Auslastung wird als Linie auf der zweiten Achse dargestellt. Wenn Vorjahreswerte und Trend vorhanden sind, werden diese als zusätzliche Linie dargestellt.

Tabelle

Die Tabelle enthält pro Kalenderwoche eine hervorgehobene Zeile mit den Summen der Woche. Darunter folgen die geplanten Arbeiten dieser Woche. Wochen ohne Arbeiten erscheinen mit einer Wochenzeile, damit der zeitliche Verlauf lückenlos bleibt.

SpalteBedeutung
WocheKalenderwoche
DatumPlandatum der Arbeit. Überfällige Arbeiten sind mit «überfällig» gekennzeichnet.
ArbeitAktivität und Instruktion der Arbeit.
Mit der Lupe kann die Informationsseite der Arbeit angezeigt werden.
BedarfFläche, die die Arbeit am gewählten Standort benötigt.
FreigabeFläche, die die Arbeit am gewählten Standort freigibt. Die Freigabe ist negativ dargestellt.
SaldoBedarf plus Freigabe. Nur der Saldo verändert die belegte Fläche.
belegtVoraussichtlich belegte Fläche nach der Arbeit.
Die Wochenzeile bezieht sich auf das Ende der Woche. Ausgangspunkt ist die heute belegte Fläche des Standorts.
AuslastungBelegte Fläche in Prozent der Nutzfläche des Standorts.
VorjahrAuslastung derselben Woche im Vorjahr.
Der Wert steht nur in der Wochenzeile und nur, wenn historische Daten vorhanden sind.
TrendTrend der Auslastung auf der Basis der Vorjahre.
Der Wert steht nur in der Wochenzeile und nur, wenn historische Daten vorhanden sind.

Die Zeile «Total» am Ende der Tabelle summiert Bedarf, Freigabe und Saldo über den ganzen Zeitraum. Die Tabelle kann gedruckt und als Excel oder PDF exportiert werden.

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